Mit Bildung Zukunft sichern: Jahrestreffen des DKBM-Netzwerks Niedersachsen​

Drei Personen lächeln vor einem Banner mit der Aufschrift "DKBM Netzwerk Niedersachsen" in einem hellen Raum.

Wie können Kommunen aktuellen Herausforderungen in ihren Bildungslandschaften strategisch begegnen – und welche Rolle kann das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement (DKBM) dabei spielen? Unter dem Motto „Mit Bildung Zukunft sichern“ kamen am 1. September 2026 fast 60 Teilnehmende zum Jahrestreffen des DKBM-Netzwerks der Transferagentur Niedersachsen e. V. in Hannover zusammen.

Im Mittelpunkt standen Digitalisierung, Fachkräftesicherung, Ganztag und Demokratieförderung. Zugleich bot das Jahrestreffen Raum für das, was das DKBM-Netzwerk auszeichnet: den Austausch über kommunale Grenzen hinweg, das Lernen voneinander und die gemeinsame Entwicklung von Lösungsansätzen für die Praxis.

DKBM als strategischer Ansatz in Zeiten des Wandels

Eröffnet wurde das Jahrestreffen mit einem Grußwort von Staatssekretär Stephan Ertner aus dem Niedersächsischen Kultusministerium. Dr. Svetlana Schirmbeck, Geschäftsführerin der Transferagentur Niedersachsen, leitete anschließend in das Tagesprogramm über. Ein Impulsvortrag führte in die zentrale Frage des Tages ein: Wie kann DKBM als strategischer Ansatz Orientierung geben und Kommunen in Zeiten des Wandels stärken?

In vier Dialogforen wurde diese Frage anhand konkreter Handlungsfelder vertieft:

Im Forum I „Digitalisierung – Medienkompetenz stärken“ standen die Gestaltung digitaler Bildungslandschaften und die Förderung von Medienkompetenz im Mittelpunkt. Adisa Besirovic vom Medienzentrum Region Hannover, Ekkehard Brüggemann vom Medienzentrum Landkreis Harburg und Claudia Eckhardt aus dem Landkreis Nienburg brachten dazu ihre Erfahrungen aus der Praxis ein.

Das Forum II „Ganztag – Durch Kooperation Qualität sichern“ nahm die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure beim Ausbau ganztägiger Bildungs- und Betreuungsangebote in den Blick. Kirsten Dollenberg aus dem Niedersächsischen Kultusministerium und Melanie Mademann vom Regionalen Landesamt für Schule und Bildung Hannover gaben fachliche Impulse für die gemeinsame Diskussion.

Im Forum III „Fachkräftesicherung – Lehrkräfte in den Regionen gewinnen“ ging Volkmar-Sebastian Knoke aus dem Niedersächsischen Kultusministerium der Frage nach, wie Regionen dem Fachkräftemangel im schulischen Kontext begegnen können. Die Erfahrungen aus den Kommunen flossen dabei unmittelbar in die Diskussion ein.

Im Forum IV „Demokratieförderung – Durch Bildung vor Ort Demokratie fördern“ rückte Martin Wöckener aus dem Niedersächsischen Kultusministerium die Bedeutung kommunaler Bildungslandschaften für demokratische Teilhabe und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Fokus. Im gemeinsamen Austausch wurden Herausforderungen und mögliche Handlungsansätze vor Ort diskutiert.

Ein Seminar mit Präsentation, bei dem eine Person spricht und Zuhörer aufmerksam folgen.

Von Herausforderungen zu Lösungsansätzen

Die Dialogforen machten deutlich: Die Ausgangslagen der Kommunen unterscheiden sich, viele Herausforderungen ähneln sich jedoch. Wie können Ressourcen gesichert, Zuständigkeiten geklärt und Kooperationen langfristig verankert werden? Welche Strukturen braucht die Zusammenarbeit unterschiedlicher Akteure? Und wie können Daten dazu beitragen, Bedarfe zu erkennen und Entscheidungen strategisch auszurichten?

Die Teilnehmenden sammelten dazu konkrete Ansatzpunkte: feste Kooperationsstrukturen, gemeinsame Standards und Strategien, eine bessere Vernetzung bestehender Angebote und verlässliche Kommunikationswege. Auch die multiprofessionelle Zusammenarbeit von Schulen, Kommunalverwaltungen, Jugendhilfe, Vereinen und weiteren Partnern wurde als wichtiger Baustein zukunftsfähiger Bildungslandschaften benannt.

Für die Fachkräftesicherung wurden unter anderem die Begleitung von Praxisphasen, Berufsorientierung vor Ort, zusätzliche Anreize, multiprofessionelle Zusammenarbeit und eine engere staatlich-kommunale Kooperation diskutiert. Bei der Demokratieförderung standen Verantwortungsgemeinschaften, Beteiligungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sowie die Zusammenarbeit mit Vereinen und weiteren lokalen Akteuren im Fokus.

Das Wissen des Netzwerks nutzen

Am Nachmittag wurde der Austausch in den offenen Arbeitsgruppen des DKBM-Netzwerks fortgesetzt. Die Teilnehmenden arbeiteten zu Kommunalem Bildungsmanagement, Kommunalem Bildungsmonitoring, analog-digitalen Bildungslandschaften sowie Ganztag in Bildungskommunen.

Dabei rückten konkrete Fragestellungen aus den Kommunen in den Mittelpunkt. Die Teilnehmenden brachten Herausforderungen aus ihrer eigenen Arbeit ein, diskutierten Lösungswege und prüften, welche Ansätze sich auf die Situation vor Ort übertragen lassen.

Genau hier zeigt sich der Mehrwert des Netzwerks: Unterschiedliche Kommunen bringen unterschiedliche Voraussetzungen, Wissen und Lösungswege mit. Im Austausch können sie voneinander profitieren und gemeinsam neue Ideen für die eigene Praxis entwickeln.

Neue Ideen für die Arbeit vor Ort

Das Jahrestreffen war von einem intensiven und produktiven Austausch geprägt. Viele neue Kontakte, Anregungen und konkrete Lösungsansätze konnten die kommunalen Vertreter:innen für ihre Arbeit vor Ort mitnehmen.

Wir danken allen, die das Jahrestreffen mit ihren Fragen, ihrem Wissen und ihren Praxisbeispielen bereichert haben. Ebenso danken wir den Mitarbeitenden des Niedersächsischen Kultusministeriums und allen weiteren Mitwirkenden für die Unterstützung des Netzwerks und den persönlichen Austausch.

Das Jahrestreffen hat einmal mehr gezeigt: Das DKBM-Netzwerk lebt davon, dass Kommunen ihr Wissen teilen, voneinander lernen und gemeinsam Lösungen weiterentwickeln.

Weitere News & Events

Ein Redner spricht zu Zuhörern in einem modernen Konferenzraum; "Herzlich Willkommen!" auf Leinwand.

Jahrestreffen des DKBM-Netzwerkes Niedersachsen

27.08.2024: Rund 55 kommunale Bildungsakteure aus Niedersachsen trafen sich am 20.8.2024, um sich im Rahmen des DKBM-Netzwerkes über drängende gesellschaftliche Problemstellungen auszutauschen und Lösungsansätze zu entwickeln.

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